Stand: Juli 2026. 13 Prozent klingen erstmal nach wenig. Bis man den Jahresabschluss macht. Wir betreuen seit Jahren Gastronomen bei Bestellsystemen, Webseiten und Marketing und haben diese Rechnung dutzendfach mit ihnen aufgemacht. Sie ist der Grund, warum es eatbase überhaupt gibt. In diesem Artikel rechnen wir vor, was Bestellplattformen dich wirklich kosten, wann sich ein eigenes Bestellsystem lohnt und wann ehrlicherweise nicht.
Was Lieferando kostet
Die Provisionshöhe hängt davon ab, was die Plattform für dich übernimmt. Nach öffentlich verfügbaren Angaben (Stand Juli 2026) liegt die Provision bei rund 13 % pro Bestellung, wenn du selbst lieferst oder Gäste abholen, und bei bis zu 30 %, wenn der Lieferdienst der Plattform ausliefert. Dazu können je nach Vertrag weitere Kosten kommen, etwa für Online-Zahlung oder zusätzliche Sichtbarkeit. Was für dich gilt, steht in deinem Vertrag, und genau da lohnt sich der genaue Blick.
Neben den Gebühren gibt es aber noch eine zweite Rechnung, und die steht auf keiner Abrechnung:
- Die Kundenbeziehung läuft über die Plattform. Für dein eigenes Marketing kannst du die Bestelldaten kaum nutzen. Der Gast bestellt “bei der App”, nicht bei dir.
- Deine Marke ist eine von vielen. Auf dem Marktplatz bist du eine Kachel neben deinen Mitbewerbern, einen Fingertipp voneinander entfernt.
- Du bist abhängig von Konditionen, die du nicht bestimmst. Ändern sich Gebühren oder Darstellung, kannst du wenig tun. Wie schnell sich die Lage bei einem Plattform-Anbieter ändern kann, erleben gerade die Nutzer von GloriaFood, dessen Abschaltung für 2027 angekündigt ist.
Der Vollständigkeit halber: Lieferando bringt dir auch etwas, nämlich Reichweite und Neukunden, die dich sonst nicht gefunden hätten. Die eigentliche Frage lautet deshalb nicht “Plattform ja oder nein”. Sie lautet: Warum solltest du für deine Stammgäste, die sowieso bei dir bestellen wollen, dauerhaft Vermittlungsprovision zahlen?
Die Rechnung an zwei Beispielen
Zwei Musterrechnungen, angelehnt an typische Betriebe aus unserer Kundschaft. Die Provisions- und Gebührenwerte sind Beispielwerte, deine tatsächlichen Konditionen können abweichen.
Beispiel 1: Trattoria mit Lieferung und vollem Haus
Ein italienisches Restaurant mit 80 Plätzen. Es macht 6.500 € Online-Bestellumsatz im Monat über eine Bestellplattform (liefert selbst, Beispiel: 13 % Provision) und hat rund 450 reservierte Gäste über ein Reservierungsportal (Beispiel: 1 € pro Gast).
| Posten | Bisher | eatbase Start |
|---|---|---|
| Provision auf 6.500 € | 845 € | 0 € |
| Reservierungen (450 Gäste) | 450 € | inklusive |
| Grundgebühr | 0 € | 99 € |
| Pro Monat | 1.295 € | 99 € |
Das sind rund 1.200 € Unterschied im Monat, über 14.000 € im Jahr. Für eine Trattoria dieser Größe ist das der Gegenwert einer Teilzeitkraft. Und zwar nur dadurch, dass Stammgäste direkt statt über Plattformen bestellen und reservieren.
Beispiel 2: Reiner Lieferbetrieb
Ein Burger-Lieferdienst ohne Sitzplätze, 11.000 € Monatsumsatz über eine Plattform, eigene Fahrer (Beispiel: 13 % Provision). Reservierungen braucht er nicht, also reicht der Start-Tarif “nur Bestellung” für 69 € im Monat.
| Posten | Bisher | eatbase Start |
|---|---|---|
| Provision auf 11.000 € | 1.430 € | 0 € |
| Grundgebühr | 0 € | 69 € |
| Pro Monat | 1.430 € | 69 € |
Rund 1.360 € Unterschied, Monat für Monat. In der Praxis läuft so ein Betrieb übrigens meist zweigleisig: Die Plattform bleibt als Kanal für Neukunden aktiv, die Stammkunden werden Schritt für Schritt auf die eigene Bestellseite geholt. Flyer in jede Tüte, Rabatt bei Direktbestellung. Jede Bestellung, die den Kanal wechselt, spart die Provision.
Deine Zahlen statt unserer Beispiele
Drei kurze Fragen im Ersparnis-Rechner und du siehst sofort, was Provisionen und Gebühren dich heute kosten und was mit eatbase übrig bleibt.
Was eine echte Alternative können muss
Ein eigenes Bestellsystem heißt: Deine Gäste bestellen auf deiner Seite, unter deiner Marke, und die Daten gehören dir. Damit das im Alltag funktioniert, nimm diese Checkliste mit in jeden Anbieter-Vergleich:
- 0 % Provision bei planbarem Fixpreis. Sonst tauschst du nur den Empfänger der Provision.
- Bestellseite unter deiner Marke, auf Wunsch unter eigener Domain, zum Beispiel bestellen.dein-restaurant.de.
- Online-Zahlung ohne Aufschläge. EC, Apple Pay, Google Pay, PayPal. Gäste brechen ab, wenn ihre Zahlart fehlt.
- Küchentauglichkeit. Küchen-Display, Bondrucker, automatische Annahme. Das Ganze muss im Stress einer Freitagabend-Schicht funktionieren, nicht nur in der Demo.
- Korrekte deutsche Mehrwertsteuer (7 % Speisen, 19 % Getränke) und Hosting in Deutschland.
- Monatlich kündbar.
- Kundendaten-Export. Deine Gästeliste ist dein Marketing-Kapital.
Bei eatbase kostet dieses Paket 69 € im Monat für die Bestellfunktion, 99 € für Bestellung plus Reservierung mit Live-Tischplan. Immer mit 0 % Provision, monatlich kündbar, 10 % Rabatt bei Jahreszahlung. Zum Reinschnuppern gibt es den Free-Tarif ohne Grundgebühr mit 3 % pro Bestellung: Du zahlst nur, wenn du verdienst, und siehst nach ein paar Wochen an deinen echten Zahlen, ab wann sich der Fixpreis rechnet. Alle Details auf der Preisseite, die ausführliche Gegenüberstellung auf der Vergleichsseite.
Für wen sich der Umstieg (noch) nicht lohnt
Ja, wir verkaufen ein Bestellsystem. Trotzdem gibt es Fälle, in denen wir dir vom Fixpreis-Tarif abraten würden:
- Unter etwa 1.000 € Online-Bestellumsatz im Monat. Da ist die gesparte Provision kleiner als die Grundgebühr. Starte in dem Fall mit dem Free-Tarif und wechsle, wenn die Rechnung kippt.
- Wenn es dir vor allem um Neukunden geht. Ein eigenes System ersetzt nicht die Marktplatz-Reichweite einer Plattform. Die meisten unserer Kunden fahren deshalb zweigleisig und verschieben den Anteil Monat für Monat in Richtung Direktbestellung.
- Wenn die Plattform deine komplette Logistik stellt. Ohne eigene Fahrer oder Abholgeschäft löst ein Bestellsystem allein dein Problem nicht. Dann klär zuerst die Lieferfrage.
So gelingt der Umstieg
- Parallel starten statt radikal kündigen. Eigenes System aufsetzen, Plattform vorerst weiterlaufen lassen. Im Free-Tarif kostet dich das nichts.
- Stammgäste aktiv umleiten. Flyer mit QR-Code in jede Tüte und auf jeden Tisch. Ein Rabatt für Direktbesteller kostet dich weniger als die Provision, und der Gast freut sich obendrein.
- Google-Unternehmensprofil umstellen. Der Bestell-Link dort wird am häufigsten geklickt. Er sollte auf deine eigene Seite zeigen.
- Nach zwei, drei Monaten Bilanz ziehen. Wie hoch ist der Direktbestell-Anteil? Brauchst du noch alle kostenpflichtigen Zusatzoptionen der Plattform?
Starte heute, ohne Risiko
Im Free-Tarif zahlst du keine Grundgebühr, nur 3 % pro Bestellung. Deine Bestellseite steht in wenigen Tagen, auf Wunsch richten wir alles für dich ein.
Häufige Fragen
Kann ich Lieferando komplett kündigen? Kannst du, die meisten machen es aber schrittweise. Solange die Plattform dir profitabel Neukunden bringt, lass sie laufen und hol dir die Stammkunden auf die eigene Seite. Kippt das Verhältnis, prüfst du zuerst die kostenpflichtigen Zusatzoptionen.
Was kostet ein eigenes Bestellsystem? Bei eatbase: keine Grundgebühr im Free-Tarif (3 % pro Bestellung), 69 € im Monat im Start-Tarif mit 0 % Provision. Die Einrichtung machst du selbst oder überlässt sie uns (Managed Setup, einmalig 250 €).
Wie finden Gäste meine eigene Bestellseite? Über dein Google-Profil, deine Website, Social Media und QR-Codes im Laden und auf Flyern. Deine Stammgäste suchen dich ohnehin mit Namen, sie müssen den neuen Weg nur einmal gehen. Ein Direktbesteller-Vorteil hilft dabei.
Geht das auch zusammen mit Reservierungen? Ja. Bei eatbase sind Bestellung und Reservierung ein System, 99 € im Monat für beides, mit unbegrenzten kostenlosen Reservierungen. Was das ausmacht, siehst du in der Trattoria-Rechnung oben.
Unser Fazit
Eine Bestellplattform ist nicht dein Feind. Sie ist ein Vermittler, und Vermittlung kostet. Für Neukunden kann sich das lohnen. Für Stammgäste, die längst deine sind, ist es rausgeworfenes Geld. Ab ungefähr 1.000 € Online-Umsatz im Monat rechnet sich ein eigenes System, und alles darüber wandert als Marge zurück in deine Kasse.
Rechne es dir aus oder starte kostenlos. Dann bestellen deine Stammgäste ab nächster Woche direkt bei dir.
Hinweis: Provisions- und Gebührenangaben zu Drittanbietern beruhen auf öffentlich zugänglichen Informationen (Stand Juli 2026) und können sich ändern. Verbindlich sind allein die Angaben und Verträge des jeweiligen Anbieters.