Stand: Juli 2026. GloriaFood wird zum 30. April 2027 abgeschaltet. Sehr viele Restaurants brauchen deshalb in den nächsten Monaten ein neues Bestellsystem. Wenn du dazugehörst, findest du hier einen Überblick: worauf es beim Nachfolger ankommt, welche Anbieter es gibt und wie du für deinen Betrieb die richtige Wahl triffst.
Eins vorab, der Fairness halber: eatbase ist unser eigenes Produkt. Wir haben GloriaFood jahrelang an Restaurants vertrieben und betreut, von der Einrichtung über Webseiten bis zum Marketing. Aus dieser Erfahrung ist eatbase entstanden, weil wir irgendwann genau wussten, was den Systemen am Markt fehlt. Wir haben also eine klare Meinung. Wir sagen dir aber auch ehrlich, für wen unser System nicht die beste Wahl ist.
Die 6 Kriterien, die beim Nachfolger zählen
GloriaFood war beliebt, weil der Einstieg kostenlos war. Am Ende steht jetzt trotzdem eine Zwangsmigration für alle Nutzer. Wenn du daraus etwas mitnimmst, dann diese Checkliste für den Nachfolger:
- Provisionsmodell. Rechne mit deinem echten Monatsumsatz nach, ob Fixpreis oder Provision für dich günstiger ist. Bei regelmäßigem Bestellaufkommen gewinnt fast immer der Fixpreis.
- Vertragslaufzeit. Monatlich kündbar sollte Standard sein. Nach dem GloriaFood-Erlebnis willst du in keinem System mehr festsitzen.
- Datenhoheit und DSGVO. Gehören dir die Gästedaten? Kannst du sie jederzeit exportieren? Wo stehen die Server? Frag das konkret nach, bevor du unterschreibst.
- Eigene Marke. Deine Bestellseite sollte unter deinem Namen laufen, idealerweise auf Wunsch auch unter deiner eigenen Domain.
- Vollständigkeit. Bestellung, Reservierung, Küchen-Display, Bondrucker, Online-Zahlung: Je weniger Einzellösungen du kombinieren musst, desto weniger geht im Alltag schief.
- Migrationshilfe. Unterstützt dich der Anbieter aktiv beim Umzug deiner GloriaFood-Daten oder stehst du allein da? Genau hier trennt sich die Spreu vom Weizen.
Welche Anbieter kommen infrage?
Der Markt ist groß. Für Restaurants in Deutschland sind unter anderem diese Systeme einen Blick wert. Preise und genaue Konditionen erfährst du jeweils direkt beim Anbieter, sie ändern sich zu oft, als dass wir sie hier seriös abbilden könnten.
eatbase
Unser System, deshalb mit vollen Zahlen. Der Free-Tarif kostet keine Grundgebühr (3 % pro Bestellung, 0,50 € pro reserviertem Gast). Damit testest du eatbase parallel zu GloriaFood, ohne Risiko. Der Start-Tarif kostet 69 € im Monat für Bestellung oder Reservierung, 99 € für beides zusammen, jeweils mit 0 % Provision und unbegrenzten kostenlosen Reservierungen. Der Pro-Tarif (129 € bzw. 149 €) ergänzt Treueprogramm, Cross-Selling, Bestell-SMS und No-Show-Anzahlung. Alle Tarife sind monatlich kündbar, bei Jahreszahlung sparst du 10 %, gehostet wird in Deutschland.
Für Umsteiger wichtig: Wir übernehmen den Transfer deiner Speisekarte aus GloriaFood. Du schickst uns deinen Export, wir richten alles ein. Mit dem Managed Setup (einmalig 250 €) sogar den kompletten Account. Details und ein Ersparnis-Rechner stehen auf der Preisseite, eine ausführliche Gegenüberstellung auf unserer Vergleichsseite.
Und wann sind wir nicht die richtige Wahl? Wenn du eine native App im App Store brauchst oder eine Kette mit vielen Standorten und eigener IT bist. Unser Fokus liegt auf Einzelrestaurants und kleinen Gruppen.
Überzeug dich selbst statt zu vergleichen
Der Free-Tarif kostet keine Grundgebühr. Richte eatbase neben GloriaFood ein und entscheide nach zwei Wochen mit echten Bestellungen statt mit Prospekten.
Fleksa
Anbieter aus Deutschland mit Webshop, Bestell-App und verschiedenen Kassen-Anbindungen. Einen Blick wert, wenn dir eine eigene Restaurant-App für Stammgäste wichtig ist.
Smoothr
Anbieter aus Berlin, der sich nach eigener Darstellung vor allem an Ketten, Franchise-Systeme und größere Betriebe richtet, etwa mit Kiosk-Terminals und individuellen Integrationen.
SIDES
Richtet sich vor allem an Lieferdienste mit hohem Bestellvolumen und bietet unter anderem Funktionen für Tourenplanung und Fahrerverwaltung.
resmio
Kommt aus der Reservierungswelt und bietet Online-Bestellung als Ergänzung an. Interessant, wenn dein Betrieb stark vom Tischgeschäft lebt.
Internationale Anbieter
Es gibt außerdem viele englischsprachige GloriaFood-Alternativen. Prüf dort vor allem drei Dinge: Wo werden die Daten gehostet und wie ist die DSGVO-Lage? Gibt es Support auf Deutsch? Und sind deutsche Anforderungen wie die getrennten Mehrwertsteuersätze für Speisen und Getränke sauber abgebildet? Diese Punkte machen im Alltag den Unterschied.
Was der Wechsel finanziell bedeutet
Eine Beispielrechnung, angelehnt an einen typischen Betrieb aus unserer Kundschaft: ein Restaurant mit 6.500 € Online-Bestellumsatz im Monat und rund 450 reservierten Gästen.
| Posten | Plattform | eatbase |
|---|---|---|
| Provision | 845 € | 0 € |
| Reservierungen | 450 € | inklusive |
| Grundgebühr | 0 € | 99 € |
| Pro Monat | 1.295 € | 99 € |
Der Rechnung liegen Beispielwerte zugrunde, wie sie bei Bestell- und Reservierungsplattformen üblich sind: 13 % Provision und 1 € Gebühr je reserviertem Gast. Maßgeblich ist immer dein individueller Vertrag. Der Punkt bleibt derselbe: Wer nach dem GloriaFood-Aus in ein Provisionsmodell wechselt, zahlt bei diesem Umsatz mehrere tausend Euro im Jahr mehr als mit einem Fixpreis-System.
Was würdest du sparen?
Drei Fragen, dein Ergebnis erscheint sofort: Unser Rechner zeigt dir, was dich Provisionen und Gebühren heute kosten und was mit eatbase übrig bleibt.
Unsere Empfehlung nach Betriebstyp
- Einzelrestaurant mit Bestellung und Reservierung: eatbase im Start-Tarif, 99 € im Monat für beides.
- Reiner Lieferdienst: Wenn du Fahrerlogistik brauchst, schau dir SIDES an. Reichen dir Bestellannahme und eigene Bestellseite, bist du bei eatbase mit 69 € im Monat dabei.
- Kette oder Franchise: Smoothr vergleichen, oder sprich mit uns über Enterprise.
- Reservierungslastiger Betrieb: resmio anschauen und mit unserem Live-Tischplan vergleichen.
- Noch unentschlossen: Teste im Free-Tarif parallel zu GloriaFood. Ohne Grundgebühr kostet dich der Test nichts, und nach zwei Wochen weißt du, ob es passt.
Häufige Fragen
Muss ich sofort wechseln? Nein, aber bald. GloriaFood läuft bis zum 30. April 2027. Wir empfehlen, den Wechsel bis Oktober 2026 abzuschließen, bevor die große Migrationswelle losgeht. Die Hintergründe stehen im Artikel zum Shutdown.
Kann ich meine GloriaFood-Speisekarte mitnehmen? Zu eatbase: ja. Du schickst uns deinen Export, wir übernehmen den Rest. Bei anderen Anbietern frag vor Vertragsschluss nach, ob sie beim Übertragen der Daten helfen.
Was passiert mit meinen bisherigen Bestell-Links und QR-Codes? Die musst du bei jedem Wechsel umstellen: Google-Profil, Website, Social Media, gedruckte QR-Codes. Wie das ohne Bestellverlust klappt, steht im Migrations-Guide.
Sollte ich wieder ein kostenloses System nehmen? Rechne genau nach, wie sich “kostenlos” finanziert. Bei GloriaFood endet das Modell jetzt mit einer Zwangsmigration für alle Nutzer. Ein Anbieter mit transparentem Fixpreis hat ein Geschäftsmodell, auf das du dich langfristig verlassen kannst. Das ist für uns die wichtigste Lehre aus diesem Jahr.
Unser Fazit
Es gibt mehrere gute GloriaFood-Alternativen. Welche passt, hängt von deinem Betrieb ab. Wichtiger als der Anbietername sind die Kriterien: 0 % Provision, monatlich kündbar, Daten in Deutschland, echte Migrationshilfe. Starte kostenlos oder lass dich beraten. Wir haben GloriaFood jahrelang bei Restaurants eingerichtet und betreut, wir kennen beide Seiten des Wechsels.
Hinweis: Alle Angaben zu anderen Anbietern beruhen auf deren öffentlich zugänglichen Informationen (Stand Juli 2026) und können sich ändern. Verbindlich sind allein die Angaben des jeweiligen Anbieters.