Stand: Juli 2026. GloriaFood wird zum 30. April 2027 abgeschaltet. Der Umzug auf ein neues Bestellsystem steht also für jeden Nutzer an, die Frage ist nur wann. Wir haben GloriaFood über Jahre bei vielen Restaurants eingerichtet, betreut und supportet und begleiten jetzt laufend Umzüge auf neue Systeme. Hier ist die komplette Anleitung: was du sichern musst, in welcher Reihenfolge du wechselst und wo die typischen Fehler passieren.
Zum Zeitrahmen: Rechne mit ein bis zwei Wochen für die Einrichtung (mit Unterstützung des Anbieters deutlich weniger) plus zwei bis vier Wochen Parallelbetrieb. Deine eigene Arbeitszeit dabei: ein paar Stunden, verteilt über den Zeitraum.
Phase 1: Daten sichern. Heute. Auch wenn du noch nicht wechselst.
Für die Zeit nach der Abschaltung ist bislang keine Datenaufbewahrung angekündigt. Was du nicht exportierst, ist am Stichtag aller Voraussicht nach weg. Sichere deshalb jetzt:
- Speisekarte. Alle Gerichte mit Preisen, Beschreibungen, Kategorien, Größen und Extras. Mach zusätzlich Screenshots von jeder Kategorie im Admin-Bereich, als Referenz für später.
- Bilder. Gerichtfotos in der besten verfügbaren Auflösung lokal speichern.
- Kundendaten. Namen, E-Mail-Adressen, Telefonnummern deiner Besteller. Das ist dein wertvollstes Kapital für den Neustart, prüf den Export auf Vollständigkeit.
- Bestellhistorie und Umsatz-Reports. Mindestens die letzten 24 Monate, auch fürs Finanzamt.
- Einstellungen dokumentieren. Liefergebiete mit Mindestbestellwerten, Öffnungszeiten, laufende Gutschein-Aktionen. Screenshots reichen völlig.
Ein Tipp aus vielen begleiteten Umzügen: Leg alles in einen Ordner namens “GloriaFood-Backup” mit Datum. Die Stunde Arbeit nimmt dem ganzen Thema den Zeitdruck, und du kannst in Ruhe entscheiden, wohin du wechselst.
Phase 2: Das neue System parallel aufbauen
Der wichtigste Grundsatz des ganzen Umzugs: Bau das neue System vollständig auf, während GloriaFood normal weiterläuft. Nichts abschalten, nichts umleiten, bis das neue System bewiesen hat, dass es funktioniert.
- System auswählen. Die Kriterien und einen Anbieter-Überblick findest du in unserem Vergleich der GloriaFood-Alternativen.
- Speisekarte übertragen. Das ist der größte Brocken, wenn du ihn selbst machst. Bei eatbase machst du ihn nicht selbst: Du schickst uns deinen GloriaFood-Export und wir bauen deine Speisekarte mit allen Optionen und Preisen auf. Mit dem Managed Setup für einmalig 250 € richten wir gleich den kompletten Account ein, inklusive Liefergebieten, Öffnungszeiten und Druckern.
- Zahlung einrichten und testen. Online-Zahlung aktivieren und mit einer echten Testbestellung samt Erstattung prüfen.
- Küche anbinden. Küchen-Display oder Bondrucker einrichten und eine Testbestellung komplett durchlaufen lassen: bestellen, annehmen, Bon drucken, fertig melden. Erst wenn diese Kette sitzt, geht es weiter.
- Team einweisen. Stell das neue Tablet eine Schicht lang neben das alte. Die Umgewöhnung ist kleiner als gedacht, aber sie soll nicht am ersten Live-Tag passieren.
Wir übernehmen deinen Umzug
Schick uns deinen GloriaFood-Export und wir bauen deine Speisekarte komplett in eatbase auf. Mit dem Managed Setup für einmalig 250 € richten wir gleich alles ein: Liefergebiete, Öffnungszeiten, Drucker.
Phase 3: Umschalten, in der richtigen Reihenfolge
Hier gehen die meisten Bestellungen verloren, wenn man es falsch angeht. Die Regel: Erst wenn das neue System live Bestellungen annimmt, stellst du die Links um. Einen nach dem anderen.
Deine Link-Checkliste. Geh sie vollständig durch, vergessene Links sind der häufigste Fehler bei der Migration:
- Google-Unternehmensprofil. Bestell-Link und gegebenenfalls Reservierungs-Link ersetzen. Hierüber kommen bei den meisten Restaurants die meisten Klicks.
- Deine Website. Den “Jetzt bestellen”-Button beziehungsweise das eingebettete GloriaFood-Widget ersetzen.
- Instagram-Bio und Facebook-Seite, inklusive Call-to-Action-Button.
- QR-Codes. Flyer, Tischaufsteller, Speisekarten. Selbst verwaltete Kurz-URLs kannst du umleiten, fest eingedruckte GloriaFood-Links brauchen einen Neudruck.
- Einträge auf Bewertungs- und Verzeichnisportalen.
- E-Mail-Signaturen und automatische Antworten, auch die WhatsApp-Business-Begrüßung.
Und dann deine Stammgäste: Schick eine kurze Mail an die exportierte Kundenliste. Kein Marketing-Sprech, zwei Sätze reichen. “Wir haben ein neues Bestellsystem, ab sofort bestellst du hier. Als Dankeschön gibt es diese Woche 10 % auf alles.” Ein kleiner Umzugsrabatt beschleunigt die Umgewöhnung enorm.
Phase 4: Parallelbetrieb und sauberer Abschluss
Lass GloriaFood noch zwei bis vier Wochen mitlaufen. Das hat einen praktischen Grund: Jede Bestellung, die dort noch eintrudelt, zeigt dir einen Link, den du übersehen hast.
- Hinterlege bei GloriaFood, wo möglich, einen Hinweis auf die neue Bestellseite.
- Beobachte dein Bestellvolumen. Nach zwei bis drei Wochen sollte das neue System das alte Niveau erreicht haben. Wenn nicht, fehlt fast immer ein Link, meistens der im Google-Profil.
- Zum Schluss: GloriaFood-Account schließen, Bestätigung schriftlich geben lassen und zusammen mit deinem Backup archivieren.
Was sich nicht mitnehmen lässt
Drei Dinge wandern beim besten Willen nicht mit. Dazu gehört Ehrlichkeit:
Das Google-Ranking der alten Bestellseite. Deine GloriaFood-Seite lief auf deren Domain, die Sichtbarkeit gehörte nie dir. Die gute Nachricht: Mit einer Bestellseite unter eigener Domain, etwa bestellen.dein-restaurant.de, baust du dir dieses Ranking zum ersten Mal selbst auf. Und behältst es. Genau deshalb lohnt der frühe Wechsel, Google braucht ein paar Monate Vorlauf.
Bewertungen auf der Plattform. Nicht übertragbar. Deine Google-Bewertungen bleiben davon unberührt, und die zählen ohnehin mehr.
Gespeicherte Kundenkonten samt Passwörtern. Deine Gäste bestellen beim ersten Mal als Gast oder legen sich neu an. Mit der Mail an deine Kundenliste fängst du das ab.
Sichere dir deinen Wechsel vor der großen Welle
Je näher der Abschalttermin rückt, desto voller werden die Migrations-Kalender aller Anbieter. Wer früh startet, zieht in Ruhe um. Der Test kostet nichts.
Häufige Fragen zur Migration
Was kostet der komplette Umzug? Bei eatbase: nichts im Free-Tarif zum Testen, optional einmalig 250 € für das Managed Setup, bei dem wir alles einrichten. Danach 69 bis 99 € im Monat im Start-Tarif mit 0 % Provision, monatlich kündbar. Alle Details auf der Preisseite.
Kann ich meine Speisekarte automatisch importieren? Bei uns läuft es so: Du schickst uns deinen Export, wir bauen deine komplette Speisekarte in eatbase auf, du prüfst das Ergebnis. Für dich fühlt es sich wie ein Import an, die Handarbeit haben wir.
Wie lange dauert der Wechsel? Einrichtung mit Unterstützung: wenige Tage. Danach zwei bis vier Wochen Parallelbetrieb. Dein eigener Aufwand: wenige Stunden, vor allem für die Links und die Freigabe der Speisekarte.
Verliere ich Bestellungen während der Umstellung? Nicht, wenn du die Reihenfolge einhältst. Neues System erst live testen, dann Links umstellen, GloriaFood als Auffangnetz weiterlaufen lassen. Es gibt keinen Moment, in dem deine Gäste nirgends bestellen können.
GloriaFood läuft doch noch bis 2027. Kann ich nicht einfach warten? Kannst du. Dann migrierst du aber gleichzeitig mit sehr vielen anderen Restaurants, bei entsprechend ausgelasteten Anbietern. Warum früher besser ist, haben wir ausführlich aufgeschrieben. Das Daten-Backup aus Phase 1 solltest du in jedem Fall sofort machen.
Unser Fazit
Die GloriaFood-Migration ist kein Hexenwerk, wenn die Reihenfolge stimmt: sichern, parallel aufbauen, Links umstellen, auslaufen lassen. Der beste Zeitpunkt ist jetzt, solange du ohne Druck wechseln kannst.
Der nächste Schritt: Starte kostenlos mit eatbase und schick uns deinen GloriaFood-Export. Oder ruf uns an, dann gehen wir deinen Umzug gemeinsam durch. Wir haben schon viele davon begleitet und kennen die Stolpersteine.